Eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist für die Freien Demokraten keine Frage von Behinderung oder nicht, sondern eine Selbstverständlichkeit für jeden Menschen. Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Kommunikationseinrichtungen sind dafür eine Grundvoraussetzung.

Klaus G. Bremer, Axel Vogt
Klaus G. Bremer, Axel Vogt

  „Mit zu den größten Problemfeldern für Menschen mit Behinderungen im Kreis Pinneberg zählen aktuell: Barrierefreier bzw. –armer Zugang zu Ärzten, Arbeitsplätzen die den Möglichkeiten entsprechen und angemessener Wohnraum", so Axel Vogt, Beauftragter für Menschen mit Behinderung. 
Bei seinem Besuch gab Herr Vogt den FDP Politkern einen kleinen Einblick in seine Arbeit und in die Themen, die Menschen mit Behinderung täglich beschäftigen.

„Es gibt eine nicht geringe Anzahl von Arztpraxen, die nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung vorbereitet sind. Das fängt mit einem barrierefreien bzw. –armen Zugang zu den Praxen an und geht mit den Räumen - Platzbedarf eines Rollstuhlfahrers - weiter“, konnte Herr Vogt berichten. Auf die Fragen nach dem Bereich "Arbeit", berichtet Herr Vogt, dass Stellenausschreibungen immer noch an Berufsbilder gekoppelt seien. Diese Berufsbilder entsprächen in der Regel nicht den Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung. Ein Wechsel sollte hier stattfinden zu Aufgabenbildern, denn alle Menschen können bestimmte Aufgaben erfüllen. Als letzten Punkt sprach Herr Vogt über barrierefreien bzw. –armen Wohnraum. Dieser beschränkt sich nicht nur auf breitere Türen oder Fahrstühle, sondern ebenso für sehbehinderte Menschen, die vielleicht keinen weißen, sondern einen roten Lichtschalter bräuchten.

Beeindruckt von der lebendigen und auf den Punkt gebrachten Darstellung, folgte nach der Verabschiedung eine Diskussion, die Einfluss auf die politische Arbeit der Fraktion über diese Wahlperiode hinaus haben wird.

Die Freien Demokraten des Kreises Pinneberg:

  • Wollen sich dafür einsetzen, dass Menschen, die ungeachtet ihrer Behinderung eine feste Arbeit anstreben, sich unabhängig machen von unterstützenden Maßnahmen des Kreises. Sie leisten stattdessen, unter anderem durch Steuerzahlungen, einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft. Die Idee ist, wer selbstbestimmt einer Arbeit nachgehen kann, ist finanziell unabhängig von sozialen
    Transferleistungen und erreicht damit die größtmögliche persönliche Freiheit und eine hohe Lebenszufriedenheit.
  • Wollen Unternehmen unterstützen, die Menschen mit Behinderungen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Diese leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. In wieweit diese von etwaigen Mehrkosten befreit bzw. kompensiert werden können, ist noch offen.

Klaus Bremer, Fraktionsvorsitzender: "Wir wollen, dass Menschen mit Handicaps, soweit individuell möglich und von den Betroffenen selbst gewünscht, eigenständig und selbstbestimmt leben können." Ralph Bockisch
(sozialpolitischer Sprecher) ergänzt. "Barrierefreiheit ist dabei ein wichtiger Faktor für den Schritt in eine inklusive Gesellschaft und gleichzeitig eine Voraussetzung für eine mobile Gesellschaft vor dem Hintergrund der zunehmend alternden Gesellschaft."